Wer zum Teufel ist Dirk Troue?

Naja, der Teufel nicht. Aber tatsächlich lebe ich im "Teufelsmoor".

Das Angeln auf Meerforelle hat mich 2015 erwischt, seit dem hat mich das Fieber voll erwischt.

Leider komme ich aber wegen meinem Job und meiner Landwirtschaft nur 2, maximal 3 mal im Jahr für eine Woche ans Meer. Ich überbrücke die Zeit mit der Entwicklung von Ködern. Die sind jetzt so weit, dass ich auch ein paar davon verkaufe.

"Meine" ersten Köder 2018 waren Umbauten. Ich klebte einen Silikonschlauch an Blinker und verspachtelte das ganze. Ein wenig Sprühlack aus der Dose...

Allerdings veränderte ich damit die ursprüngliche Form und damit auch das Laufverhalten.

Mit dem Spachteln entstanden immer mehr eigene Köderformen.

Ich wollte aber auf lange Sicht nicht jeden Köder einzeln bauen, sondern gute Köder duplizieren können. Außerdem wollte ich auch lieber Wobbler bauen und die Schwerpunkte besser bestimmen können.

So entstanden im Winter 2018/2019 die ersten Gießformen.

Für das Gewicht sorgte Eisengranulat, für die leichten Bereiche sorgten Hohlkugeln.

Neben dem Lackieren mit Sprühflasche benutzte ich als Glitzer billigen Nagellack. Das gab beim Kaufen schon erstaunte Gesichter :-)

Auch die haben 2019 funktioniert - flogen aber meist nicht weit genug.

Die nächste Stufe im Winter 2019-2020 war das Airbrushen. Die Freude am Entstehen eines Köders stieg enorm.

Die neuen Möglichkeiten mit den Farben und meiner Liebe für dicke Epoxydschichten entfaltete sich. Jetzt mussten noch die richtigen Köder mit den richtigen Gewichtsverteilungen gefunden werden.

Mittlerweile bin ich beim Schnurkanal vom Silikonschlauch zum Teflon gewechselt.

Im März und im Juli 2020 ging ich dann mit unzähligen Prototypen nach Dänemark. Die zwei Wochen um die Corona-Grenzschließung waren zu früh und zu spät - eine Katastrophe.

Aber die ersten zwei Formen für die Serie waren gefunden!

Übrigens:

Im Winter 2019/2020 fing ich übrigens an mit Gewichtskugeln und Magneten zu experimentieren - also vor der Veröffentlichung von Savage Gear. ...Möchte ich hier nur mal eben gesagt haben...

An der Technik bleibe ich auch noch dran...

Also habe ich ab August 2020 wieder Gussformen gebaut.

Eine dicke Schicht Epoxy um den Köder wird immer dellig. Das wollte ich nicht. Ich will immer die genau gleiche Form. Desshalb gieße ich in zwei Güssen. Erst der Kern mit den Gewichten. Nach dem Lackieren kommt dann der zweite Guss, vielleicht mit etwas Farbe. Und zum Abschluss kommt wieder eine Ebene Airbrush.

Die Kerne gibt es glatt oder mit Struktur. Die Hülle gibt es glatt oder mit Struktur. Ich habe also zwei Ebenen für Airbrush. Dazwischen einen Millimeter kristallklar oder mit Glitzer, transparenten Farben, Perleffekten.

Dadurch erhalte ich tausende Möglichkeiten der Gestaltung.

3D zum Austoben.

Den Kern kann ich immer neu definieren. Ich kann das Gewicht und den Schwerpunkt verändern. Dadurch bekomme ich bei gleicher Form ganz andere Laufeigenschaften. Desshalb steht hinter den Ködern immer ein Buchstabe. Der Buchstabe steht für eine eigene Variante mit ihren eigenen Eigenschaften. Der Hüpper zum Beispiel ist entstanden aus einem Köder der bei kräftigen Jerk mit der Nase aus dem Wasser gehüpft ist. Den Schwerpunkt ein wenig verlegt, schlägt der Köder aber zur Seite und rotiert.

... teuflisch gut.